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Solidarische Landwirtschaft Rhein-Neckar e.V. – Solawi in Heidelberg

Solawi in Heidelberg

Unsere Gemeinschaft / unser Verein

Gemeinschaft/Verein

Die Gemeinschaft Solidarische Landwirtschaft e.V. besteht aus dem Zusammenschluss der Privathaushalte, welche mit dem Markushof zusammenarbeiten. Sie finanziert die Kosten des Hofs und erhält im Gegenzug dessen erzeugte Lebensmittel.

Gründung

Die Attac-Gruppe Heidelberg startete im Frühjahr 2011 die Initiative zur Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft in Heidelberg. Über einige Monate hinweg wurde um MitinteressentInnen geworben sowie nach Höfen im Umland Ausschau gehalten, mit denen sich eine Solawi (Solidarische Landwirtschaft) verwirklichen lassen konnte. Unter diesen Höfen war auch der Markushof (siehe Folgeabschnitt "Der Markushof"), mit welchem das Projekt Ende 2011 letztendlich gestartet wurde.

Unser Bauernhof: der Markushof in Maisbach

Bauernhof

Wir arbeiten mit dem Markushof zusammen, welcher sich in Maisbach bei Nußloch (Anfang des Kraichgaus) befindet. 

Eigentümer und Mitarbeiter

Eigentümer des Hofes ist unser Landwirt Markus Schmutz, der 1992 den Betrieb nach seinem Studium von seinem Vater zunächst pachtete und ihn 1994 dann komplett übernahm. Unterstützt wird er derzeit von 2 angestellten Landwirten.

Betriebsweise

Der Markushof arbeitet als Mischbetrieb. Die Gesamtfläche des Hofes umfaßt knapp 50 ha – teils in Form von gepachteten sowie eigenen Flächen.

Der Grünlandanteil der Flächen beträgt 8 ha, ca 38 ha werden als Ackerfläche genutzt.

Die Gesamtzahl an Vieh liegt meist zwischen 50 und 60 Tieren, von denen ca. 25  Milch-Kühe, den Rest Rinder (weibliche Nachzucht für den späteren Einsatz als Milch-Kühe), Bullen, Ammen-Kühe und Kälber ausmachen. Von letzteren wird ein Teil verkauft. Seit 1990 wurden keine Tiere mehr zugekauft- unser Tierbestand stammt aus eigener Nachzucht auf dem Hof. Unsere Tiere erhalten kein industriell hergestelltes Kraftfutter. Die Kälber werden mit Vollmilch statt Milchaustauscher aufgezogen.

Bioland- Standard

Der Markushof arbeitet bereits seit 1989 nach biologisch-organischen Prinzipien. Die Umsetzung der Mindeststandards "EG-Bio" sowie die der strikteren Auflagen des "Bioland"-Verbandes werden jährlich durch externe Prüfer unabhängiger Kontrollstellen überwacht. Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Biorichtlinien finden Sie hier.

 

 

 

Die Ziele / das Konzept

Wir finanzieren durch unsere Beiträge die jährlichen Betriebskosten des Hofes, um den bäuerlichen (versus industriellen) Anbau von Lebensmitteln zu erhalten. Die Finanzierung ist unabhängig davon, wie die Ernte ausfällt, d.h. in einem Extremfall – z.B. beim Ausfall der Ernte – würde der Hof durch die finanzielle Rückendeckung der Gemeinschaft trotzdem noch ohne große Einbußen weiterbestehen können. Im Gegenzug für die Finanzierung erhalten wir die Ernte des Hofes.

Diese Ernte wird dann – unabhängig vom individuellen finanziellen Beitrag – zu gleichen Teilen unter den Mitgliedern aufgeteilt. Bezahlt wird also nicht das einzelne Lebensmittel bei Lieferung, sondern die gesamte Produktion – und zwar im Voraus.  Auf diese Weise wird der Hof gemeinschaftlich getragen und befähigt, ohne Marktdruck ökologisch, sozial fair und vielfältig zu produzieren.

Indem wir an allen Prozessen der Landwirtschaft teilhaben können, erhalten wir wieder einen Bezug zu unseren Lebensmitteln: Wir wissen, welche Menschen unser Gemüse angebaut sowie geerntet haben und können uns selbst vergewissern, dass es den Tieren auf dem Hof gut geht. 

Die Bedürfnisse des Hofes sowie der Gemeinschaft „unter einen Hut“ zu bekommen, ist Teil eines Solawi-Projektes, und es braucht die Unterstützung und Geduld aller Beteiligten, da diese Vorgänge ihre Zeit benötigen.

Philosophie

Solidarische Landwirtschaft ist ein gemeinschaftlich getragener Prozess:

In dem Begriff "Gemeinschaft" ist das Wort "mein" enthalten- und Du wirst am meisten Freude haben, wenn Du versuchst, Dein "Mein" mit einzubringen: Dein Herz und Dein "Ja" zur Gemeinschaft.

Es geht nicht nur darum, was an Lebensmitteln in der Kiste ist- SOLAWI ist mehr als nur eine Biokiste.

Es geht letztlich um Beziehungen: zur Natur, den Pflanzen, den Tieren, den Menschen und um die Erkenntnis, dass alles zusammenhängt.

Interne Organisation

Organisationsstruktur

Die Gemeinschaft ist von unten nach oben organisiert. Basis und kleinste Einheit sind die Depots in den einzelnen Stadtteilen, in die geliefert wird. Hier finden – je nach Bedarf – in unregelmäßigen Abständen Treffen statt.

Darüber hinaus gibt es Plenumsversammlungen mit freiwilliger Teilnahme.  Sie finden ca. alle 6 Wochen  statt.  Auf einem Plenum werden Probleme und Projekte diskutiert, es wird aus den einzelnen Arbeitsgruppen berichtet und die Bauern berichten vom Hofgeschehen. Das Plenum wird jeweils von einem der Depots organisiert und moderiert; und es wird ein Protokoll geschrieben.

Oberstes Beschlussorgan ist die jährliche Hauptversammlung mit verpflichtender Teilnahme für alle Mitglieder. Hier geht es um den Jahresabschluss, die künftige Produktionsperspektive und andere für die gesamte Gemeinschaft verbindliche Entscheidungen.

Weiterhin hat die Solawi eine Mitgliedsverwaltung, SchatzmeisterInnen und jedes Depot eine/n Depotsprecher/in.

Ein wichtiges Rückgrat für die Gemeinschaft sind darüber hinaus die verschiedenen Arbeitsgruppen. Hier werden in engem Austausch mit dem Hof einzelne Themen des Projektes behandelt (Finanzen - Gemüseanbau - Kommunikation etc.).

 

Kommunikation

Kommunikation und Mitverantwortung

Eine gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft aufzubauen und umzusetzen ist ein Prozess in ständigem Wandel. So wird es auch immer Bereiche geben, die wir anders oder besser machen können. Selbstverständlich machen wir auch mal Fehler- und nehmen sie zu Anlass, daraus zu lernen.

Wir streben an, wohlwollend und konstruktiv miteinander zu reden, statt lediglich Kritik zu äußern: wenn etwas nicht gut läuft ist eigenes Einbringen in Form von Mithilfe, Lösungsvorschlägen etc. erwünscht. Grundsätzlich ist uns offene Kommunikation wichtig (auch durch Äußern von Unzufriedenheit), damit bestehende Probleme aktiv angegangen werden können und das Projekt gesund wachsen kann.


Entscheidungsfindung

Entscheidungsprozesse laufen bei uns prinzipiell basisdemokratisch und konsensorientiert ab. Themen werden in den Depotgruppen vor- bzw. nachdiskutiert und in den Plena eine Entscheidungsfindung vorangetrieben. Darüber hinaus arbeiten wir an Methoden geeigneter Abstimmungs- und Konsensierungsverfahren.

Die Lebensmittel

Aktuell erhalten wir folgende Lebensmittel vom Hof:

Getreide

An Getreide gibt es Weizen, Dinkel und Roggen. Du kannst wählen, ob Du das Getreide in Form von ganzen Körner (zum selbst mahlen), als Mehl (Vollkorn oder hell) oder als Brot (in unterschiedlichen Brotsorten, gebacken von der Vollkornbäckerei Knopf in Heidelberg) erhalten möchtest. Getreide in jeglicher Form gibt es wöchentlich nur in der Schulzeit, die restlichen 12 Wochen sind getreidefreie Wochen (= Betriebsferien der Bäckerei). Insgesamt gehen wir von 40 Getreidewochen pro Jahr aus.

Rohmilch

Orientierungswert: 1,5 Liter Rohmilch pro Woche (Rohmilch muss vor dem Verzehr abgekocht werden.)

Käse

Jeder erhält ca. 300 g Käse (teils Rohmilchkäse) ungefähr alle vier Wochen. Dieser wird mit unserer hofeigenen Milch in der Hockenheimer Käsemanufaktur Müller verarbeitet.

Gemüse

Ca. 1 kg Kartoffeln, 0,5 kg Karotten wöchentlich (soweit vorrätig) sowie zusätzlich saisonal wechselndes Gemüse aus ca. 30 unterschiedliche Gemüsesorten.
Beim Gemüse gilt: solange der Vorrat reicht – es gibt nicht immer alles, da wir uns saisonal ernähren und die Lagerbedingungen keine unbegrenzte Haltbarkeit der Lebensmittel zulassen. Hier findet ihr den vorraussichtlichen Erntekalender für 2016.

Unser Gemüse ist Freilandgemüse, wächst also nicht unter einem Folientunnel, sondern hat noch die Möglichkeit, die echte Sonnenenergie aufzunehmen.

Obst

Von unseren Obstwiesen erhalten wir im Herbst Äpfel – entweder in Form von Früchten oder in Bammental gepresstem Saft. Dabei gilt: Der Bioland-zertifizierte Saft vom Markushof wird in Glasflaschen geliefert. Zudem erhalten wir noch nicht-zertifizierten Saft aus Bammental in Plastikschläuchen. Alle Säfte sind hitzebehandelt und ca 1 Jahr haltbar. Sofern möglich bekommen wir von einem Bauern in der Nachbarschaft Johannisbeeren und Stachelbeeren.

Fleisch

Wenn geschlachtet wird, bekommen die Depots Fleisch und Wurst geliefert. Dies ist ca. alle 4 Wochen der Fall. Wenn Du kein Fleisch haben möchtest, kannst Du entweder mit Viel-Fleischessern innerhalb unserer Gemeinschaft gegen andere hofeigene Produkte (z.B. Milch oder Getreide) tauschen oder das Fleisch über den Hofladen verkaufen lassen. Kalkulatorisch gehen wir von ungefähr 15 kg Fleisch pro Jahr und Anteil aus.

Regionalität und Saisonalität

Die Ernteanteile sind aufgrund der Regionalität und je nach Jahreszeit und Ernte variabel. Es ist wichtig, sich daher vor dem Einstieg in die Solawi klarzumachen, was „Regionalität und Saisonalität“ bedeuteut: Wir kaufen im Winter keine Produkte von extern oder aus dem Ausland dazu.

Kräutermodul

Rita und Reinhold Stenzel bieten uns ein Kräutermodul an. Die Kräuter bezahlt und erhält man nur, wenn man sich für das Kräutermodul entscheidet. So müssen Mitglieder, die im Garten oder auf dem Balkon selber Kräuter anziehen, dieses Modul nicht mitfinanzieren.

Bieterrunde 2016/17 für das Modul "Kräuter": Wenn 80 bis 100 Mitglieder in den Monaten März, April und Mai mit unseren Kräutern / Kresse versorgt werden, könnten Rita und Reinhold bei einem Anteil von 1,30 Euro

im März 3 x Kresse und 3 x Topfkräuter,

im April 3 x Kresse und 3 x Topfkräuter und

im Mai 2 x Kresse und 3 x Topfkräuter je Mitglied kostendeckend liefern.

Abholung der Lebensmittel/ Depots

Der Hof und freiwillige Helfer aus der Solawi-Gemeinschaft packen ein- bis zweimal die Woche die Kisten mit der Ernte und liefern diese anschließend an die Depots, welche die Kisten nicht selbst abholen.

Depots sind Lagerorte (z.B. eine Garagen) an unterschiedlichen Orten im Rhein-Neckar-Raum und werden meist von Privatpersonen bereitgestellt. In den Depots sind z.B. Kühlmöglichkeiten zur Lagerung der Milch- und Fleischprodukte, Messer, Waagen und vereinzelnd Mühlen (zum Mahlen des Getreides) vorhanden.

Von den jeweiligen Depots holt dann jedes Mitglied seinen Anteil selbständig ab.

Der Mitgliedsbeitrag

Höhe des Orientierungswertes

Im diesjährigen Jahreshaushalt (2016/17) kalkulieren wir mit einem monatlichen Orientierungswert (Richtwert) von 130,- Euro/ Monat (zzgl. Fahrkosten, wenn man seine Ernteanteile nicht selbst vom Hof abholt).

Wenn man diese Höhe finanziell leisten kann bitten wir darum, dies zu tun, um die Finanzierung des Hofes zu sichern.
Wer mehr zahlen kann und möchte ist natürlich herzlich eingeladen dies zu tun, da hierdurch auch Geringverdiener die Möglichkeiten erhalten, in die Solawi einzusteigen.
Kann man diesen Betrag nicht aufbringen gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Der aktuelle Finanzhaushalt lässt eine Aufnahme von weiteren Geringverdienern dann ohne Probleme zu, wenn es bereits Mitglieder innerhalb der Gemeinschaft gibt, die freiwillig mehr zahlen und somit die Aufnahme von Geringverdienern ermöglichen.
  2. Der aktuelle Finanzhaushalt lässt eine Aufnahme von weiteren Geringverdienern nicht ohne weiteres zu, da der Haushalt dann nicht mehr gedeckt wäre.
    Wir können dann innerhalb unserer Gemeinschaft fragen, ob jemand etwas mehr zahlen kann, um den Fehlbetrag des/der InteressentIn auszugleichen.
    Kann kein Mitglied für den fehlenden Ausgleich sorgen und besteht auch keine Möglichkeit, Tätigkeiten als Ausgleich zu übernehmen vermerkt die Mitgliederverwaltung den/die InteressentIn auf einer Warteliste. Bei größeren positiven Änderungen im Finanzhaushalt oder neuen Mitgliedern, die einen höheren als den Orientierungsbeitrag zahlen u.ä. Veränderungen kann eine abermalige Überprüfung der Aufnahme der InteressentInnen auf dieser Warteliste vorgenommen werden.

Wie die individuelle Lösung aussehen kann entscheidet die Finanz-AG, die Kommunikations-AG und die Mitglieder-Verwaltung dann gemeinsam mit dem/der InteressentIn jeweils von Fall zu Fall und nach aktueller Hof- und Finanzsituation.

Hintergrund zur Berechnung des Orientierungswerts

Vor unserer jährlich stattfindenden Jahresversammlung kalkuliert die Finanz-AG (bestehend aus Mitgliedern der Gemeinschaft) gemeinsam mit dem Hof für das Folgejahr die Kosten für den Finanzhaushalt. Darin enthalten sind die laufenden Kosten des Hofes, ein Sicherheitspuffer sowie ggf. kleine Investitionen und eine Vergütung für Markus. Davon werden die vorsichtig geschätzten Einnahmen aus Verkäufen subtrahiert. Weiterhin werden ggf. Überschüsse oder Defizite aus dem Vorjahr berücksichtigt. Das Ergebnis wird durch die Anzahl der möglichen Mitglieder (180) geteilt. So entsteht der Orientierungswert. Markus hält diejenigen der 180 Anteile, die nicht von Mitgliedern der Solawigruppe gehalten werden. Diese Anteile finanziert Markus vor – und vermarktet sie dann auf eigene Rechnung. Sollte sich die Zahl der von der Solawigemeinschaft gehaltenen Anteile im Laufe der Zeit ändern, übernimmt Markus automatisch die freiwerdenden Anteile oder gibt diese an Neumitglieder ab. Dadurch kann der Richtwert über das Jahr konstant gehalten werden.

Wir, die Mitglieder, geben per E-Mail unser jeweiliges Gebot für den neuen Haushalt ab. Auf der Jahresversammlung wird dann berichtet, ob alle Gebote zusammen für die Deckung des nächstjährigen Haushalts ausreichen. Wenn dies nicht der Fall ist, müssen wir schauen, ob manche mehr geben können, damit der Haushalt gedeckt werden kann. Die Finanzierung der Hof-Kosten geschieht somit im Voraus, auch wenn die Mitgliedsbeiträge im Folgejahr monatlich abgebucht werden.

Auf der Jahresversammlung wird außerdem berichtet, ob die Mitgliedsbeiträge des letzten Jahres für die Deckung des letztjährigen Finanz-Haushalts ausgereicht haben, da es zu unvorhergesehenen Geld-Aufwänden innerhalb eines Hof-Betriebs kommen kann, die auch durch den Sicherheitspuffer von momentan 15.000,- € nicht ausgeglichen werden können. Die Mitglieder müssen dann ggf. versuchen, die Mehrkosten in Form einer Nachzahlung an den Hof aufzubringen, damit der Finanz-Haushalt gedeckt werden kann. In den bisherigen Jahren (2012-2016) waren jedoch keine Nachzahlungen erforderlich.

Mitarbeit

Für den Hof und für den gesamten Prozess ist die Mitarbeit der Mitglieder unabdingbar. Daher ist Mitarbeit sehr erwünscht. Aber – und das ist uns sehr wichtig: Deine Mitarbeit ist nicht verpflichtend Du musst also nicht helfen!

Wenn Du also helfen kannst und möchtest, dann geschieht dies freiwillig und aus eigener Motivation heraus. Wir werden zu keinem Zeitpunkt Druck auf Dich ausüben – die Mitarbeit soll Freude machen und dazu beitragen, Land, Leute und Wesen der Solawi besser kennenzulernen und mitzugestalten.

Die Bauern kalkulierten 2014 mit einer Unterstützung von 12,5h Mitarbeit pro Mitglied pro Jahr. Für 2015 steht der Orientierungswert für die Mitarbeit noch nicht fest. 

Mitarbeit auf dem Hof

Die ganzjährigen Mitarbeitsmöglichkeiten umfassen z.B. die Hilfe bei der Feldarbeit (Gemüse sähen, pflanzen, jäten und ernten), im Gemüselager, Reparatur- und Umbauarbeiten und was sonst noch so anfällt auf dem Bauernhof.  Neben festen Helfertagen besteht nach telefonischer Absprache mit den Bauern auch zeitlich flexibel die Möglichkeit der Mitarbeit.

Sobald Du als Mitglied bei uns angemeldet bist, kannst Du Zugang zum Jahreskalender erhalten, auf dem Du nachlesen kannst, wann Helfer zu welchen Tätigkeiten am Hof gebraucht werden können.
Die Arbeit des „Kistenpackens“ – also die Zusammenstellung der wöchentlichen Lieferungen an die Depots – wird ebenfalls z.T. ehrenamtlich von Solawi- Mitgliedern geleistet und ist eine weitere Möglichkeit für aktive Hilfe.

Mitarbeit in den Arbeitsgruppen

Unsere SOLAWI befindet sich in einem Prozess, der laufende Änderungen einschließt. Aktuelle Themen zur Weiterentwicklung der SOLAWI werden in Arbeitsgruppen bearbeitet. Auch hierbei darfst Du uns gerne unterstützen.

Derzeit gibt es folgende Arbeitsgruppen: 

AG Finanzen

Die AG Finanzen möchte sicherstellen, dass der Betrieb, der Erhalt und auch die Entwicklung des Bauernhofes insgesamt in finanzieller Sicht langfristig gedeckt ist.Sie nimmt entsprechende Bestrebungen und Beschlüsse der Hofgemeinschaft auf, erarbeitet neue Konzepte und setzt diese um. Finanzielle Risiken der Landwirtschaft sollen begrenzt und auf die Schultern aller verteilt werden. Sie erarbeitet Vorschläge zur Finanzmittelbeschaffung und vermittelt nach Plenarbeschluss entsprechende Kreditverträge. Sie erstellt einen Jahreshaushaltsplan, in dem sich die Priorisierung der Hofgemeinschaft wiederfindet und ermittelt jährlich den finanziellen Richtwert eines Ernteanteils. Sie führt die jährliche Bieterrunde durch, um die Finanzierung sicherzustellen und schließt den abgelaufenen Haushalt mit einem Haushaltsbericht ab.

AG Recht

Wir kümmern uns um auftretende rechtlichen Fragen der Gemeinschaft wie Versicherung, persönliche Haftung, Haftung der Gemeinschaft und Ähnliches.

AG Kommunikation

Unsere Arbeitsgruppe kümmert sich sowohl um die interne als auch die externe Kommunikation der Gemeinschaft. Als Basis unserer Arbeit sehen wir die Vision bzw. deren Ermittlung hinsichtlich der Fragen "Wohin wollen wir? Wo sehen wir den Hof in 2, 5, 10, 20 Jahren?". Mit "wir" sind hier zum einen der Hof – also die Bauern – als auch die Mitglieder gemeint. Unsere Schwerpunkte sind weiterhin die Verbesserung der Kommunikation innerhalb unserer Gemeinschaft sowie der Öffentlichkeitsarbeit, die Förderung einer möglichst transparenten Kommunikation aller Beteiligten unserer Solawi sowie die Entwicklung und das Erhalten einer tragfähigen Entscheidungsstruktur.

AG Feiern

Auch Feiern wollen wir in unserer solidarischen Hof-Gemeinschaft, um unserer Freude und Dankbarkeit Ausdruck zu geben über die Entwicklung der Solawi-Organisation, die Ernte, die ehrenamtlichen Einsätze und was es sonst alles für Gründe zum Feiern gibt, und natürlich, um sich zu treffen, kennenzulernen, auszutauschen bei leckeren mitgebrachten Speisen/ Getränken und ideenreichen Aktionen, Spiel und Spass, Singen und Tanzen.Im Sommer findet ein Sommerfest auf dem Hof statt.  Ein Erntedankfest bildet Ende Oktober im Rahmen der Jahreshauptversammlung den Rahmen, bei dem Leckeres mitgebracht wird von den Mitgliedern.Die AG-Mitglieder besprechen und planen rechtzeitig vorher, was alles dazu gehört und wie wir es mit Eurer Hilfe organisieren können, auch durch Umlage der Kosten und durch Arbeitsteilung beim Herrichten und Aufräumen.

AG Gemüse

Wir verstehen uns als Bindeglied zwischen Solidargemeinschaft und Hof. Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind die Kommunikation zwischen Hof und Gemeinschaft über Art, Umfang u. Mittel des Gemüseanbaus sowie die Organisation der Mitarbeit auf dem Feld. Dabei bringen wir uns auch praktisch ein und unterstützen unsere Bauern in ihrer Arbeit. Unser vorrangiges Ziel ist im Augenblick (2014) eine bedarfsorientierte Erhöhung der Produktvielfalt,-menge und Versorgungsdauer sowie die Verbesserung unserer Lagerkapazitäten.

AG Packen

Die AG Packen sorgt wöchentlich dafür, dass die Ernte vom Hof in die Depots kommt. Wir füllen zusammen die Kisten und bringen sie zu Euch ins Depot, bzw. einige Depots holen die Kisten selbst am Hof ab.

AG Käse

Unser Thema ist das Experimentieren mit Milch und Planen der Milchverarbeitung in allen nur erdenklichen Formen. Es reicht von der Verarbeitung zuhause für die eigene Familie, über kleine Käse-Experimente zum Sammeln von Erfahrungen bis zur Planung einer vollständigen Verarbeitung der gesamten Markushof-Milch. Verschiedene Lösungen wären da denkbar, z.B. die Verarbeitung im Depot, auf dem Hof oder in einer bereits bestehenden Käserei.

AG Packraum

Mit der Versorgung der Solawi-Gemeinschaft ändern sich auch die Anforderungen an die Räume und Gebäude auf dem Markushof. Nachdem die Depotkisten zwei Jahre lang in einem engen, dunklen Keller gepackt wurden und der Hofladen für die sauberen Arbeiten jede Woche in Beschlag genommen wurde, ergab sich die Notwendigkeit einen hellen, großen, sauberen Packraum einzurichten. Zu unserem Glück stand der alte Kuhstall schon seit Jahren leer. Dort soll es in Zukunft eine Ecke für den Hofladen, ein neues Kühlhaus, viel Platz und Licht zum Packen, ein Wasseranschluss für eine eventuelle Gemüseaufbereitung und einen sauberen Raum für das Arbeiten mit Milch, Brot, Käse und Fleisch geben.Und wenn wir den Platz in Zukunft auch für das ein oder andere Fest oder den sauberen Raum z.B. zum Marmelade einkochen oder Joghurt ansetzen nutzen, kommt richtig leben in den alten, verschlafenen Kuhstall.Jeder, der handwerklich geschickt ist oder kräftig anpacken kann, ist herzlich eingeladen uns an den Samstagen zu unterstützen oder der Planung mitzuhelfen!

Mitglied werden

Dauer der Mitgliedschaft

Es besteht eine 3-monatige Probezeit mit einer Kündigungsfrist von 1 Woche vor Ablauf der 3 Monate. Die Probemitgliedschaft ist nicht dafür gedacht, dass man mal reinschnuppert, sondern dass man trotz reiflicher Überlegung trotzdem manchmal erst während dieser Monate merkt, dass es nicht für einen passt. Auch wenn du schon nach einem Monat meinst, dass Solawi für dich nicht richtig ist, musst du die drei Monate durchhalten, weil es manchmal etwas Zeit braucht, um uns kennenzulernen. Nach Ablauf der Probezeit ist die Mitgliedschaft für das restliche Solawi-Jahr (November bis Oktober) verpflichtend. Die Kündigungsfrist beträgt dann 3 Monaten vor Ablauf der Mitgliedschaft / des Solawi-Jahres.
Die Beziehung zwischen dem Hof und unserer Gemeinschaft beruht dabei auf Vertrauen, d.h. es wird kein bindender Vertrag geschlossen. Ausführliche Infos zur Kündigung einer Mitgliedschaft findest du weiter unten auf dieser Seite.

Mitglied werden

Wenn du Mitglied werden möchtest kontaktiere den/die AnsprechpartnerIn Deines für Dich infrage kommenden Depots. Er/sie wird Dir dann entweder telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch Deine Fragen beantworten und Dir den Ablauf erklären.

Weiteres erfährst Du auf der Seite Mitglied werden

Ablauf nach Deiner Anmeldung

Deine Daten, die Du bei der Anmeldung angibst, werden an die Mitglieder-Verwaltung, den/die AnsprechpartnerIn Deines Depots sowie unsere SchatzmeisterInnen weitergegeben. Außerdem erhältst Du einen Login für die Webseite und wirst an zwei E-Mail-Verteilern angemeldet, über welche wichtige interne Informationen verbreitet werden.

Der/die AnsprechpartnerIn für Dein Depot nimmt Dich in die Bestellungen des Depots auf. Diese Info wird an den Hof weitergegeben, damit dieser weiß, wieviele Mitglieder beliefert werden müssen.

Nach diesem Rattenschwanz an Internas bekommst Du dann zum ersten des Monats Deine erste Lieferung, die Du in Deinem Depot abholen kannst.

Kündigung einer Mitgliedschaft

Bzgl. einer Kündigung wendest Du Dich wie zur Anmeldung auch an deine/n Depot-AnsprechpartnerIn. Falls ein zwischenmenschlicher Konflikt mit dem/der Depot-AnsprechpartnerIn besteht ist eine Kündigung auch über die Kommunikations-AG möglich.

Wir haben eine Probezeit von 3 Monaten, in welcher du mit einer Kündigungsfrist von 1 Woche Deine Mitgliedschaft wieder beenden kannst. Die Probemitgliedschaft ist nicht dafür gedacht, dass man mal reinschnuppert, sondern dass man trotz reiflicher Überlegung trotzdem manchmal erst während dieser Monate merkt, dass es nicht für einen passt. Auch wenn du schon nach einem Monat meinst, dass Solawi für dich nicht richtig ist, musst du die drei Monate durchhalten, weil es manchmal etwas Zeit braucht, um uns kennenzulernen. Nach dem Ablauf der 3 Monate verpflichtest Du Dich, bis zum Ende des Solawi-Jahres, also bis einschließlich Oktober dabei zu bleiben (das Solawi-Jahr erstreckt sich von November bis Oktober). Wiederum 3 Monate vor Ablauf des Solawi-Jahres kannst Du kündigen, um im Folgejahr nicht mehr dabei zu sein.

Wer aus zwingenden Gründen vorher aussteigen möchte, sollte sich ernsthaft um einen Ersatz bemühen (d.h. um ein neues Mitglied, das Deinen Anteil übernimmt), da sonst die Finanzierung des Hofes wegbricht.

Im Falle eines Kündigungswunsches aus Zeitgründen, nicht bei der aktiven Hof- und Feld-Mitarbeit helfen zu können, möchten wir noch mal auf das solidarische Prinzip hinweisen, das Freiwilligkeit beinhaltet und kein Kündigungsgrund sein muss – auch Dein rein finanzielle Beitrag ist natürlich eine wichtige Stütze für den Hof!

Wir werden Dich grundsätzlich fragen, warum Du kündigen möchtest – nicht um Druck aufzubauen, keine Bange! Nein, wir möchten lediglich herausfinden ob etwas für Dich innerhalb unseres Projekts schief gelaufen ist, was wir ggf. ändern bzw. verbessern können.

Die maximale Mitgliederanzahl

Der Markushof kann ca. 180 Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

Die Markushofvereinbarung

Download Markushofvereinbarung

 

Newsletter Anmeldung

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Nächste Infoveranstaltung/Plenum

Mittwoch, 07.12.16

19:00 Informationen für InteressentInnen (Anmeldung nicht erforderlich - einfach vorbeischauen!)

19:30 Treffen der Gemeinschaft (Plenum)

Ort: Welthaus Heidelberg
Willy-Brandt-Platz 5
69117 Heidelberg

Mitmachen

Die Gemeinschaft kann ca. 180 Mitgliedschaften vergeben. Momentan hat sie 159 Mitglieder. Weitere Mitglieder sind willkommen.